Football for schools
Häufige Fragen
Die offizielle „Football for Schools“-App soll Lehrkräften auf der ganzen Welt dabei helfen, Kinder jedes Alters in einem spielerischen Umfeld an den Fussball heranzuführen.
Mit ihrem ehrgeizigen Programm „Football for Schools“ (F4S) fördert die FIFA zusammen mit der UNESCO die Bildung, Entwicklung und Förderung von über 700 Millionen Kindern. Es soll weltweit noch mehr Mädchen und Jungen Zugang zum Fussball bieten, indem der Sport in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Behörden und Interessengruppen ins Bildungssystem eingebunden wird. Das Programm ist darauf ausgelegt, durch den Fussball gezielt Lebenskompetenzen zu vermitteln und einen Beitrag zu den UNO-Zielen für nachhaltige Entwicklung und weiteren prioritären Zielen zu leisten.
Das F4S-Programm ist auf globale Sport-, Bildungs- und Gesundheitsstrategien abgestimmt, u. a. auf den Kasaner Aktionsplan der UNESCO, die Incheon-Erklärung und den Aktionsrahmen zu Bildung 2030 sowie den Globalen Aktionsplan für körperliche Aktivität (GAPPA) der Weltgesundheitsorganisation (WHO), und kann von Mitgliedsstaaten und Fussballverbänden zur Förderung nationaler Entwicklungsprioritäten genutzt werden.
Das Programm umfasst folgende Bausteine:
die kostenlose „Football for Schools“-App, die über Google Play und den App Store verfügbar ist
eine Online-Schulungsplattform mit relevanten Inhalten für Programmbeteiligte
Ausrüstung (einschliesslich adidas-Fussbällen), die an die Schulen verteilt wird
eine Einmalzahlung in Höhe von USD 50 000 an die beteiligten FIFA-Mitgliedsverbände zur Leitung des Programms
Das F4S-Programm verfolgt vier Hauptziele:
Förderung von Schülerinnen und Schülern mithilfe wertvoller Lebenskompetenzen und Fähigkeiten
Befähigung von Trainern zur Durchführung von Sportaktivitäten sowie zur Vermittlung von Lebenskompetenzen
Transfer von Know-how an Programmbeteiligte (Schulen, FIFA-Mitgliedsverbände und Behörden) zur Vermittlung von Lebenskompetenzen mithilfe des Fussballs
Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Behörden, FIFA-Mitgliedsverbänden und teilnehmenden Schulen durch die Förderung von Partnerschaften, Allianzen und branchenübergreifenden Kooperationen
Das F4S-Programm basiert auf einem ergebnisorientierten Managementrahmen und einer Theorie des Wandels, die davon ausgeht, dass die Förderung innerpersönlicher, zwischenmenschlicher und kognitiver Fähigkeiten bei Schülern einerseits zum Wissenserwerb und zu positiven Einstellungen, andererseits aber auch zur Entwicklung von Lebenskompetenzen beiträgt. Wenn dies in einem ansprechenden, inklusiven und fürsorglichen Umfeld geschieht, in dem Lernen und Entwicklung individuell gefördert und Fussball- und Lebenskompetenzen kombiniert werden, kann das Programm die einzelnen Menschen und das Gemeinwesen positiv verändern und folglich auch einen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der UNO leisten.
Das Programm wird mehrstufig umgesetzt, beginnend mit regionalen Konsultationen mit nationalen Interessengruppen. Interessierte Parteien bilden einen nationalen Lenkungsausschuss für die Projektleitung und die Eingabe von Anträgen, die von der FIFA in Zusammenarbeit mit der UNESCO geprüft werden. Der nationale Lenkungsausschuss bestimmt Ansprechpersonen und nationale Schulungskoordinatoren, die wichtigsten Partner, die Modalitäten der Zusammenarbeit, geografische Prioritäten, die ausgewählten Schulen, die Verteilung von Fussbällen und Ausrüstung, Kommunikationsstrategien, Kampagnen und Berichtsmodalitäten.
Für nationale Ansprechpersonen und Schulungskoordinatoren werden Regionalseminare organisiert. Im Rahmen eines kaskadierenden Schulungskonzepts bilden die nationalen Schulungskoordinatoren nationale Ausbilder aus, die wiederum ausgewählte Kinderfussballtrainer schulen. Anschliessend wird das Programm mit der F4S-App an den ausgewählten Schulen umgesetzt und fortwährend kontrolliert und bewertet.
Der nationale Lenkungsausschuss ist in seinem Gebiet für die Leitung und Verwaltung des F4S-Programms zuständig, einschliesslich der Anpassung, Durchführung, Überwachung und Bewertung des Programms. Im Idealfall wird der Lenkungsausschuss bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt eingerichtet, möglichst vor dem offiziellen Antrag auf Teilnahme am F4S-Programm. Der Lenkungsausschuss muss vor der Lancierung des Programms unbedingt eine formelle Vereinbarung abschliessen, die die Abläufe für die verschiedenen Schulungsstufen, die Auswahl der Schulen und Festlegung der Programmziele, die Durchführung, Überwachung und Bewertung des Programms sowie administrative Unterstützung beinhaltet.
Dem Lenkungsausschuss sollten Vertreter des zuständigen FIFA-Mitgliedsverbands und Ministeriums bzw. der zuständigen Behörde angehören (in vielen Fällen wahrscheinlich das Bildungsministerium). Er benennt nationale Ansprechpersonen für das F4S-Programm, die an einem Regionalseminar teilnehmen (im Idealfall mindestens je eine Ansprechperson beim Verband und bei einem zuständigen Ministerium). Eine der Ansprechpersonen sollte die Rolle des nationalen Schulungskoordinators übernehmen, der im entsprechenden Gebiet für die Schulung der Ausbilder auf nationaler/lokaler Ebene verantwortlich ist. Weitere Ansprechpersonen können sich die Verantwortung für die Leitung und Verwaltung des Programms teilen und gegebenenfalls weitere Interessengruppen einbeziehen.
Bei der Durchführung des F4S-Programms müssen die beteiligten Akteure die globalen, regionalen und nationalen Vorschriften und Richtlinien bezüglich COVID-19 einhalten. Virtuelle Konsultationen, Seminare und Schulungen werden geplant. Die Präsenzlektionen mit den Schülern müssen eventuell verschoben werden, bis sie wieder sicher durchgeführt werden können und von den Behörden bewilligt werden.
Sie sind gerade dabei, die F4S-Plattform zu nutzen! Die Online-Schulungsplattform bietet allen Beteiligten, Leitern und Förderern des F4S-Programms frei zugängliche und kostenlose Inhalte.
Sie bietet Inhalte, die Trainer für die Durchführung des Programms nutzen können. Ausserdem umfasst sie Informationen für alle beteiligten Interessengruppen, darunter Eltern, Schüler, Schulen, FIFA-Mitgliedsverbände, Behörden und weitere Akteure. Über die Plattform werden ferner allgemeine Informationen zum F4S-Programm bereitgestellt, einschliesslich detaillierter Angaben zu Fussballplänen und -strategien im Rahmen von Football for Good und der Jugendförderung.
Die F4S-Plattform wird durch eine App ergänzt, die mit den meisten Mobilgeräten kompatibel ist und auf Google Play oder im Apple App Store kostenlos heruntergeladen werden kann.
Die App bietet ausführliche Informationen und Tipps für die Leitung und Durchführung von Lektionen für Mädchen und Jungen in drei verschiedenen Altersklassen (4–7, 8–11 und 12–14 Jahre) sowie einfach verständliche Videos und Anleitungen, in denen der Fussball mit Lebenskompetenzen verknüpft wird. Die App muss online gestartet werden. Die Lektionen können aber heruntergeladen und später offline genutzt werden.
Über den folgenden Link können Sie auf Ihrem Mobilgerät auf die F4S-App zugreifen:
Die App und die Schulungsplattform ergänzen einander. Während die App für Endnutzer, d. h. diejenigen, die die F4S-Aktivitäten verwalten und durchführen (z. B. Trainer), gedacht ist, richtet sich die Schulungsplattform an einen grösseren Kreis von Nutzern und Interessengruppen wie FIFA-Mitgliedsverbände, Schulen, Behörden und andere Gruppen. Ausserdem bietet sie Informationen zum F4S-Programm.
Das F4S-Programm, einschliesslich der Schulungsplattform und der App, wird von der FIFA-Division Mitgliedsverbände in Zusammenarbeit mit der UNESCO geleitet. Die FIFA und die UNESCO haben das Programm gemeinsam entwickelt und konnten dabei auf die Unterstützung einer Reihe führender Partner und Experten zählen.
Adidas ist einer dieser Partner und steuert im Rahmen des Programms und der Partnerschaft mit der FIFA Millionen von Fussbällen bei. Auch verschiedene andere Interessengruppen haben einen wertvollen Beitrag zum Programm geleistet.
Ja. Das F4S-Programm steht allen Schulen und Gemeinden offen. Der nationale Lenkungsausschuss des jeweiligen Landes, das die Teilnahme am Programm beantragt, sollte gemeinsam mit den zuständigen Behörden Schulen auswählen. Damit das F4S-Programm anerkannt wird und der Zugang zu den Schulen gewährleistet ist, muss unbedingt eine Bewilligung bei den zuständigen Behörden (z. B. beim Bildungsministerium) eingeholt werden.
Die Schulen werden von den zuständigen Behörden (z. B. vom Bildungsministerium) ausgewählt und müssen ein F4S-Antragsformular an den nationalen Lenkungsausschuss senden. Alternativ kann der F4S-Antrag auch vom Bildungsministerium im Namen interessierter Schulen an den Lenkungsausschuss übermittelt werden. Das Bewilligungsverfahren wird nachstehend beschrieben.
Beantragung durch Schulen
Zur Teilnahme am Programm müssen Schulen beim nationalen Lenkungsausschuss folgende Unterlagen und Angaben einreichen, es sei denn, diese werden direkt vom Bildungsministerium bereitgestellt:
vollständiger Name der Schule, offizielle Adresse und Registrierungsnummer (sofern gegeben)
Anzahl Schüler insgesamt und pro Alterskategorie (4–7 Jahre, 8–11 Jahre und 12–14 Jahre)
Anzahl Lehrer, die für das Erteilen von Turn- und Sportunterricht qualifiziert sind
Bestätigung der Schule, dass das F4S-Programm in den Lehrplan oder in ausserschulische Aktivitäten aufgenommen wird
Anzahl Stunden pro Klasse, die für das F4S-Programm vorgesehen sind
Prüfung der Anträge der Schulen durch den Lenkungsausschuss
Der Lenkungsausschuss prüft die von den Schulen/vom Bildungsministerium eingereichten Unterlagen und Angaben und setzt für das Nachreichen fehlender Unterlagen oder Angaben eine Frist.
Anträge werden nur bearbeitet, wenn sämtliche Unterlagen und Angaben gemäss den Weisungen vorliegen.
Zustellung von Unterlagen an die FIFA
Sobald die Informationen der Schulen/des Bildungsministeriums vorliegen, reicht der Lenkungsausschuss die folgenden Unterlagen bei der FIFA ein:
Bestätigung der zuständigen Behörde (z. B. des Bildungsministeriums), dass die beteiligten Schulen im Gebiet des Mitgliedsverbands das F4S-Programm in ihren Lehrplan oder in ausserschulische Aktivitäten aufnehmen dürfen
Liste der beteiligten Schulen
ausführliche Liste mit der von jeder beteiligten Schule bestellten Fussballausrüstung
Fussballausrüstung
Die FIFA-Mitgliedsverbände müssen dafür sorgen, dass die gesamte Fussballausrüstung, die sie im Rahmen des F4S-Programms erhalten, an die beteiligten Schulen verteilt wird. Sie sind ebenfalls für die sichere und ordnungsgemässe Aufbewahrung der Fussballausrüstung zuständig.
Die von der FIFA im Rahmen des F4S-Programms zur Verfügung gestellte Fussballausrüstung ist ausschliesslich für die beteiligten Schulen bestimmt, damit diese das F4S-Programm umsetzen können. Die FIFA kann in Ausnahmefällen Abweichungen von dieser Regelung zulassen.
Nein, das Programm „Football for Schools“ ist für die beteiligten Schulen, einschliesslich ihres Personals und ihrer Schüler, absolut kostenlos. Es werden weder für die Bearbeitung von Anträgen noch aus anderen Gründen Gebühren erhoben.
Wie kann ich mitmachen?
Ich arbeite an einer Schule. Wie kann ich mitmachen?
Schulen können sich beim Bildungsministerium oder beim nationalen Lenkungsausschuss ihrer Region/ihres Landes erkundigen, ob das F4S-Programm bei ihnen schon angelaufen ist.
Schulen, die am Programm teilnehmen möchten, müssen sich an das in Frage 11 dargelegte Verfahren halten.
Ich vertrete einen Fussballverband. Wie kann ich mitmachen?
FIFA-P spielen bei diesem Programm eine entscheidende Rolle. Sie sind der Hauptansprechpartner der FIFA und müssen das oben dargelegte Verfahren einhalten. Sie müssen, wie oben dargelegt, gemeinsam mit den zuständigen Behörden einen nationalen Lenkungsausschuss bilden und die Teilnahme am F4S-Programm beantragen. Sie können eventuell auch direkt eine Teilnahme am Programm beantragen, müssen aber auf jeden Fall mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten.
Ich vertrete eine Regierung oder eine öffentliche Institution. Wie kann ich mitmachen?
Der Erfolg des Programms hängt wesentlich von der Unterstützung seitens verschiedener Behörden ab (z. B. Bildungs-, Gesundheits-, Sport- und Jugendministerien). Regierungsvertreter sind an der Bildung eines nationalen Lenkungsausschusses, der Beantragung der Teilnahme sowie an der Leitung des F4S-Programms beteiligt.
Ich gehöre zu einer anderen wichtigen Interessengruppe. Wie kann ich mitmachen?
Weitere Interessengruppen wie zivilgesellschaftliche Akteure (Nichtregierungsorganisationen etc.), der Privatsektor (Sponsoren, Unternehmen (z. B. über firmeneigene soziale Initiativen) etc.), Gemeinden, der akademische Sektor und natürlich der gesamte Sportsektor spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Weitere Interessengruppen sollten sich an die Verbände und Behörden ihrer Region wenden, um mitzumachen.
Ich bin ein Mitglied der Allgemeinheit.. Wie kann ich mitmachen?
Sie können die App des F4S-Programms nutzen und selbst F4S-Aktivitäten organisieren. Die digitale App funktioniert auf den meisten Smartphones und kann im App Store oder auf Google Play heruntergeladen werden. Sie ist kostenlos und für alle zugänglich. Sie bietet ausführliche Informationen und Tipps für die Leitung und Durchführung von Lektionen für Mädchen und Jungen in drei verschiedenen Altersklassen (4–7, 8–11 und 12–14 Jahre) sowie einfach verständliche Videos. Jede Lektion ist mit einer lebenswichtigen Kompetenz verknüpft, damit die Kinder beim Fussball immer auch etwas lernen. Die App muss online gestartet werden. Die Lektionen können aber heruntergeladen und später offline genutzt werden. Es gibt keine Nutzungsbeschränkungen.
Über den folgenden Link können Sie auf Ihrem Mobilgerät auf die F4S-App zugreifen:
Wie in der Rubrik „Wie kann ich mitmachen“ erwähnt, können sich Schulen an die zuständige Behörde wenden. Personen und Organisationen sollten nicht direkt die FIFA kontaktieren.
Fragen zur Durchführung des F4S-Programms an einer bestimmten Schule oder in einer bestimmten Gemeinde sind an den nationalen Lenkungsausschuss oder den zuständigen FIFA-Mitgliedsverband zu richten, jedoch nicht direkt an die FIFA. Der Lenkungsausschuss und/oder FIFA-Mitgliedsverband ist für die Durchführung im jeweiligen Land verantwortlich, einschliesslich der Verteilung von Fussbällen und Ressourcen.
Staatliche Stellen, die sich für das Programm interessieren, sollten ebenfalls den FIFA-Mitgliedsverband in ihrem Gebiet und nicht direkt die FIFA kontaktieren.